Plattlogo Grundschule Büchen
Logo Foto Schule
SchuleMenu.vbprj
Startseite
Schulleitung
Verwaltung
Schulprogramm
Schulprofil
Prävention
Lehrer/innen
Klassen
Projekte / Bilder
Rundgang
Termine
Anfahrt
Schulelternbeirat
Schulverein
Gästebuch
Download
Offene Ganztagsschule
Weitere Links
Webquest
Schulwiki
Kontakt / Impressum
Disclaimer
Web Tools Buttons by Vista-Buttons.com v5.5
Grundschule Büchen
 

 

Schreibwettbewerb der "Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft"

Im Schuljahr 2008/2009 nahmen Schülerinnen und Schüler unseres Deutsch-Erweiterungskurses am Schreibwettbewerb "Schöne deutsche Sprache" teil.

Das Thema war "Mein schönstes Spracherlebnis".

Nun erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Wettbewerbs als Anerkennung eine Urkunde vom Veranstalter, der "Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen / Anhalt".

Die schönsten Beiträge möchten wir hier veröffentlichen.

Fotos: Jannic Thal und Vivien Laatz

 

Ein toller Urlaub

 

Im Urlaub in Tunesien hatte ich ein Mädchen kennen gelernt, das hieß Lucy. Ich glaube, sie war elf Jahre alt. Lucy war Engländerin. Da Lucy nur Englisch sprach, musste meine Mutter übersetzen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass Lucy mir aus Bambusblättern einen Zopf machte und ich danach sehr niedlich aussah. Plötzlich rief Lucys Mutter: „Komm Abendbrot essen, denn es ist schon dunkel!“ Lucy ging gleich zu ihrer Mutter. ,,Goodbye“, sagte Lucy noch zum Schluss. Am nächsten Morgen traf ich sie wieder. Mit einem freundlichen „Hello!“ begrüßte sie mich. Gemeinsam setzten wir uns dann zum Frühstücken an einen Tisch. Sie erklärte mir, indem sie auf die Melone zeigte und sich danach den Bauch rieb, dass sie am liebsten Wassermelone aß. ,,Ich mag auch gern Melone“, antwortete ich. ,,Was hältst du von Honigmelonen?“, fragte ich, indem ich auf eine Honigmelone zeigte und sie fragend anblickte. ,,No“, fügte Lucy hinzu, indem sie den Kopf schüttelte. Am Nachmittag spielten Lucy und ich Tennis. Lucy gewann. Danach spielten wir noch Tischtennis. Dieses Mal gewann ich. Plötzlich kam Lucys Mutter hinzu. Sie brachte uns ein Eis. Ich bedankte mich, wie ich es bei Lucy hörte: „Thank you!“. Da rief auch schon meine Mutter: ,,Celina, komm her, wir wollen jetzt an den Strand!“ Am nächsten Tag musste Lucy leider abreisen. Als ich es mitbekam, war ich sehr traurig. Doch dann war Lucy auch schon weg. Ich habe durch diesen Urlaub gelernt, dass man nicht dieselbe Sprache sprechen muss um sich zu verstehen.

 

Nach einem fast wahren Ereignis geschrieben von:

 

Celina Piechota

8 Jahre

 

Lucy und das weiße Wildpferd

 

Lucy war ein kleines Mädchen. Sie hatte keine Eltern mehr und lebte einsam in einem Waisenhaus. Eines Tages kamen ein Mann und eine Frau zu ihr und fragten sie: „Hast du keine Eltern mehr?“ Lucy antwortete: „Nein, ich habe keine.“ „Oh“, sagte die Frau mitfühlend. Ihr Mann fragte: „Willst du mit uns kommen?“ „Ja, gerne!“, antwortete Lucy. Der Mann und die Frau stiegen ins Auto, Lucy krabbelte hinterher und sie fuhren los.

Nach einer ganzen Weile sagte die Frau: „Wir sind da!“ Lucy seufzte erleichtert: „Juchu!“, und sprang aus dem Auto. Der Mann rief ihr hinterher: „Komm, lass uns erst mal ins Haus gehen.“ Lucy, der Mann und die Frau gingen die Treppe hoch. Da rief die Frau ein anderes Mädchen: „Helen, komm bitte mal her!“ Helen kam angerannt. Der Mann sagte: „Wir haben eine neue Mitbewohnerin.“ Helen fragte: „Wen denn?“ Die Frau antwortete: „Das ist Lucy. Sie ist uns in einem Waisenhaus in der Stadt begegnet.“ Helen sagte zu Lucy: ,,Komm, ich zeig dir alles.“ Lucy erwiderte leise: „Ja, gerne!“, und lief hinter Helen her.

Als sie draußen angekommen waren, rief Lucy überrascht: „Wow, ihr habt ja Pferde!“ „Ja, sogar zwanzig Stück!“, rief Helen. Lucy wurde plötzlich kalt und erschöpft fragte sie: „Können wir reingehen?“ „Ok!“, antwortet Helen. Als sie oben waren, zeigte Helen Lucy ihr Zimmer. Lucy fand es richtig toll. Nach dem Abendessen durften Helen und Lucy lange baden und Helen schenkte Lucy ein paar ihrer eigenen Anziehsachen. Lucy fühlte sich in ihrem neuen Zuhause sehr wohl!

Am nächsten Tag gingen sie sofort nach draußen zum Spielen. Sie spielten Verstecken und Helen war an der Reihe mit Suchen. Lucy rannte ganz weit ins hohe Gras. Da bemerkte sie auf einmal ein warmes Schnauben auf ihrer Haut. Sie drehte sich um und erstarrte vor Staunen: hinter ihr stand ein großer, prächtiger Schimmel, der zutraulich an ihr schnupperte. Lucy erkannt sofort, dass es sich um ein Wildpferd handeln musste, denn der Schimmel trug keine Hufeisen und hatte ein ungepflegtes Fell. Trotzdem war es ein wunderschönes Pferd!

Lucy lief so schnell sie konnte zurück zum Reiterhof, um Helen davon zu berichten. Als sie ihrer neuen Freundin alles erzählt hatte, sagte Helen: „Aber Schimmel gibt es bei uns nicht. Schimmel gibt es nur auf altem Brot, und unser Brot ist immer frisch!“ Böse ging sie weg, ohne Lucy die Gelegenheit zur Erklärung zu geben. Lucy dachte: „Dann zeig ich dir mal den Schimmel.“ Sie hastete zur Wiese zurück, wo sie den Schimmel gesehen hatte. Vorsichtshalber nahm sie ein Halfter und Pferdeleckerlis mit. Sie lockte den Schimmel damit an und konnte ihm problemlos das Halfter umlegen, um ihn zum Hof zu führen.

Als sie mit dem Tier dort ankam, staunte Helen und sagte: „Also, das meintest du mit Schimmel!“ Lucy schlug vor: „Wir nennen sie Felicia. Es ist nämlich eine Schimmel-Stute!“ „Super Idee!“, sagte Helen.

Das Wildpferd Felicia schien die beiden Mädchen genauso zu lieben wie die Mädchen es liebten, denn es dauerte gar nicht lange, bis es sich von ihnen reiten ließ. Helen und Lucy waren überglücklich, dass sie Felicia behalten durften.

Eine Geschichte von:

Laura-Marie Meyer

9 Jahre

 

ABC - Gedicht

 

ABC - die Katze trinkt den Tee,

DEF - sie ist der Mäusefangchef,

GHI - meine Katze fährt gern Ski,

JKL - sie rennt auch ganz schnell,

MNO - die Katze hat ein Klo,

PQR - der Fressnapf ist meistens leer,

STU - wenn ihr kalt ist, trägt sie Schuh’,

V und W - meine Katze spielt im Schnee,

XYZ - jetzt geht sie ins Bett.

 

Geschrieben von:

 

Joshua Höhne

9 Jahre

 

Das Missverständnis

 

Am Wochenende besuchte Johanna Tante Maria und Onkel Klaus auf ihrem Bauernhof. Dort melkte sie mit Onkel Klaus die Kühe und fütterte mit Tante Maria die Hühner. Danach kletterte sie auf den Heuboden und ruhte sich ein bisschen aus. Plötzlich rief Tante Maria: „Johanna komm, das Abendbrot ist fertig.“ Nach dem Abendbrot ging sie ins Bett. Am nächsten Morgen hatten Tante Maria und Onkel Klaus eine Überraschung für sie. Onkel Klaus gab ihr eine Reitstunde auf Fatima, dem Fuchs. Johanna freute sich sehr. Doch leider kamen nachmittags schon ihre Eltern um sie abzuholen. Nach dem Frühstück ging sie zur Schule. In der großen Pause erzählte Johanna ihrer Freundin Paulina, was sie am Wochenende erlebt hatte. Paulina fragte: „Bist du auch geritten?“ Johanna antwortete: „Ja, auf dem Fuchs Fatima.“ Paulina sagte: „Du spinnst, das geht doch gar nicht.“ Wütend lief sie davon. Traurig stand Johanna auf dem Schulhof. Da kam ihre andere Freundin Jana und tröstete sie. Plötzlich schrillte die Klingel. Zusammen liefen sie ins Klassenzimmer. Johanna fühlte sich schon ein bisschen besser. Nach der Schule ging sie nach Hause. Beim Mittagessen fragte ihre Mutter: „Johanna, was ist los mit dir?“ Johanna antwortete: „Ich habe Paulina erzählt, dass ich auf Fatima geritten bin und sie hat mir nicht geglaubt.“ Tröstend sagte ihre Mutter: „Morgen ist bestimmt alles wieder gut.“ Aber am nächsten Tag war nicht alles wieder gut. Paulina redete kein einziges Wort mit ihr. Zuhause sagte sie zu ihrer Mutter: „Paulina hat kein einziges Wort mit mir geredet und mich nicht mal angeguckt.“ Johanna und ihre Mutter setzten sich aufs Sofa und überlegten. Für einen Augenblick war es still. Dann sagte ihre Mutter: „Ich habe eine Idee!“ „Welche denn?“, fragte Johanna. Die Mutter antwortete: „Wir gehen heute Nachmittag zu Paulina!“ Das taten sie dann auch. Als sie bei Paulina waren, atmete Johanna noch einmal tief ein. Schließlich drückte sie auf die Klingel. Paulinas Mutter öffnete die Tür und wollte wissen: „Willst du zu Paulina?“ „Ja“, sagte Johanna. Paulinas Mutter fragte: „Soll ich sie holen?“ Johanna antwortete: „Ja, bitte.“ Wenig später stand Paulina an der Tür. „Du Paulina, ich muss dir etwas sagen“, fing Johanna an zu erzählen, „das mit dem Fuchs stimmt.“ Paulina entgegnete: „Aber ein Fuchs fürchtet sich vor Menschen und lebt im Wald.“ „Ja schon, aber es gibt eine Pferdefarbe, die heißt auch Fuchs“, meinte Johanna. Da mussten beide laut lachen. Johanna war froh, dass die Sache geklärt war. „Wollen wir spielen?“, fragte Paulina. „Gerne“, entgegnete Johanna, „wenn meine Mutter einverstanden ist.“ „Ja, natürlich“, sagte Johannas Mutter. Dann gingen sie ins Haus und spielten den ganzen Nachmittag zusammen.

 

Diese Geschichte wurde geschrieben von:

 

Annika Gand                                   und                            Antonia Mücke

9 Jahre                                                                     9 Jahre

 

Ein Besuch mit Missverständnissen

 

In diesen Herbstferien sollte ich eine Woche lang meine Großeltern besuchen. Darauf freute ich mich sehr, denn ich konnte sie nur selten sehen. Das lag daran, dass meine Großeltern weit weg wohnten. Meine Eltern und ich lebten in der Großstadt und meine Oma und mein Opa in einem kleinen Dorf an der See.

Endlich waren die Ferien gekommen und meine Reise fing an. Meine Eltern brachten mich zum Bahnhof. Von dort fuhr ich mit dem Zug zu meinen Großeltern. Diese holten mich vom Bahnhof in der nächsten Stadt ab. Die Begrüßung war sehr freundlich. Ich wunderte mich aber, wie alt Oma und Opa geworden waren. Während wir im Auto saßen, fragte ich Opa: „Trinken wir zu Hause Tee?“ Er antwortete: „Liebes Kind, du kannst doch nicht bei der Kälte in den See!“ Ich wiederholte, was ich gesagt hatte: „Trinken wir einen Tee?“ Darauf sagte er: „Nein, wir haben kein Reh.“ Oma lachte und erklärte mir, dass Opa nicht mehr gut hören könne und vieles falsch verstehe. Ich war sehr gespannt darauf, ob es noch öfter zu so lustigen Verwechslungen kommen würde. Darauf musste ich nicht lange warten.

Als wir den Tee tranken, erklärte ich meinen Großeltern: „Endlich bin ich bei euch. Ich bin so froh!“ Opa hatte es mal wieder falsch verstanden und sagte: „Wir haben keinen Zoo.“ Doch da sagte meine Oma, dass ich ins Bett müsse. Am nächsten Tag frühstückten wir alle zusammen. „Mir ist so kalt“, jammerte ich. Mein Opa meinte: „Du gehst auf keinen Fall in den Wald!“ Aber da reichte es meiner Oma und sie holte Opas Hörgerät. Ich war ein bisschen traurig, als Opa wieder alles richtig verstand, denn es war sehr lustig mit den ganzen Missverständnissen. In den Ferien war es ohne die Verwechslungen zwar nicht so lustig, aber trotzdem schön. Wir unternahmen kurze Ausflüge in den Wald oder zum See und einmal sogar in die Stadt. In der Stadt kauften mir meine Großeltern eine schöne Kette.

Die Kette hatte bunte Perlen und das Band, an dem die Perlen hingen, war rosa. Als die Ferien vorbei waren und ich wieder zu Hause war, berichtete ich einfach alles, was ich erlebt hatte. Natürlich auch von den lustigen Verwechslungen.

Ich erzählte auch, dass es meine schönsten Ferien waren, die ich je gehabt hatte.

 

Eine Geschichte von:

Janina Slopianka

 

Der Glasmann

 

Es war einmal ein Mann, der hieß Otwald. Otwald hatte einen Sohn, dessen Name war Fridolin. Otwalds Beruf war Buchbinder und Autor. Fridolin ging in die erste Klasse. Abends las Otwald Fridolin Geschichten vor. Am 1. Dezember las Otwald Fridolin eine Geschichte über einen Mann vor, der aus Glas war. Auf einmal fiel aus dem Buch eine Glasscherbe. Fridolin hatte Angst. Dann fiel noch eine Scherbe aus dem Buch, dann noch eine und so ging es eine Stunde lang. Fridolin verkroch sich unter seinem Bett. Sein Vater nahm einen Besen und kehrte die Scherben zusammen. Danach holte er Fridolin aus seinem Bett, der zum Telefon lief und die Polizei anrief. Die Polizei kam, sah die Scherben und lachte nur. Aber als Otwald der Polizei das Buch zeigte, wollte sie einen Sprachwissenschaftler zu Rate ziehen. Als dieser bei Otwald und seinem Sohn angekommen war, wunderte er sich auch, woher die Scherben kamen. Otwald antwortete: „Sie sind aus dem Buch gefallen!“ Plötzlich hatte der Sprachwissenschaftler beim Betrachten der Scherben eine Idee. Er fügte Scherbe um Scherbe zusammen und schließlich entstand daraus nach und nach ein Mann aus Glas. Otwald und Fridolin halfen ihm. Nach einiger Zeit war der Glasmann zusammengebaut. Zwei Tage später jedoch war der Glasmann auf einmal verschwunden. Sofort rief Otwald wieder den Sprachwissenschaftler an und bat ihn um Hilfe. Er machte er sich auch sogleich auf den Weg. Auf halber Strecke zu Otwald sah er, wie drei Polizisten einem sehr merkwürdigen Menschen hinterher jagten. Der Sprachwissenschaftler erkannte den Glasmann. Er drehte den Wagen um und nahm die Verfolgung auf. Als der Glasmann an einer lauten Baustelle vorbeikam, zerfiel er wieder in einzelne Stücke zu Glas. Als Otwald davon erfuhr, war er sehr froh, weil sein Sohn Fridolin nun keine Angst mehr zu haben brauchte.

Eine Geschichte von:

Moritz Gerau, 9 Jahre