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Auszug aus dem Programm des
Defending Team Hamburg
Selbstbehauptung als Sicherheitsschulung für den
Schulbereich
Kurzinformation
Das Defending – Ausbildungsprogramm gestaltet sich wie folgt:
Unsere Kurse / Seminare werden grundsätzlich nach dem Geschlecht
aufgeteilt. Durch diese Trennung möchten wir der unterschiedlichen
Bedrohungssituation für Mädchen und Jungen Rechnung tragen.
Ziel unserer Schulungen ist die Vermittlung von Verhaltensstrategien,
deren Einsatz davor bewahren soll, in eine Gefahr für Gesundheit oder
gar Leben zu kommen.
Die Selbstverteidigungstechniken werden lediglich dazu benötigt, um in
möglichst vielen Situationen den Mut aufbringen zu können, bewusst und
aktiv für sich einzustehen.
Unsere Sicherheitsschulungen können in Form einer schulischen
Projektwoche oder als außerschulische Veranstaltung durchgeführt werden.
Die Projektwoche umfasst ab 7. Klasse drei Einheiten mit jeweils drei
Zeitstunden, zzgl. einer Zeitstunde für das abschließende
Simulationsaußentraining.
Die Projektwoche bis 7. Klasse, sowie die außerschulischen
Veranstaltungen umfassen acht Zeitstunden. Diese sind in vier
zweistündige Trainingseinheiten aufgeteilt. Die letzte Einheit dient dem
Simulationsaußentraining.
In den Schulungen erlernen die Teilnehmenden sowohl theoretische, als
auch praktische Grundlagen der Selbstverteidigung.
Um die vermittelten Inhalte zu festigen, empfiehlt sich die regelmäßige
Teilnahme an Auffrischungsstunden. Während der zweistündigen
Auffrischungen werden Bestandteile aus den Schulungen wiederholt und
gegebenenfalls um aktuelle Fragestellungen erweitert.
Unsere Kurse möchten wir als Teil unseres Gewaltpräventionsprogramms für
Schulen verstanden wissen, deshalb ist die Teilnahme von Eltern und
Lehrkräften, an unseren kostenfreien Informationsabenden wünschenswert.
Zielsetzung
Wir möchten allen Teilnehmenden vermitteln, dass sie bewusst und
aktiv die Verantwortung für das eigene Leben, bzw. die eigene Sicherheit
übernehmen können.
Dazu ist es notwendig, den Teilnehmenden entsprechende Mittel und Wege
zu zeigen. Unsere sind leicht erlernbar, dem Entwicklungsstand des
Kindes angepasst, effektiv und adäquat, bezogen auf die Art des
Übergriffes.
Unsere Sicherheitsschulungen haben deshalb folgende Gewichtung:
70 Prozent für die Gefahrenerkennung
30 Prozent für die Selbstverteidigungstechniken.
- frühzeitig zu erkennen
- rechtzeitig zu vermeiden
- bewusst zu bewältigen
und den differenzierten Umgang mit derartigen Situationen, um ein
höchstmögliches Maß an Eigensicherheit zu erreichen.
Selbstverständlich sehen wir die Gefahr, dass wir bei der zu erwartenden
durchschnittlichen Altersstruktur von GrundschülerInnen Ängste wecken
könnten. Bisher ist dies nicht geschehen. Wir führen dies auf unsere
Einführung von Hausarbeiten zurück, in denen die Teilnehmenden uns ihre
Ängste und zu erwartenden Gefahrensituationen zu Papier bringen. In den
Schulungen arbeiten unsere Ausbilder ausschließlich mit den von den
Kindern erstellten Aufzählungen von Ängsten und Gefahren.
Ab der fünften Klasse erscheint uns dieses Verfahren als nicht mehr
notwendig.
Nicht zuletzt, um derartige Fragen abzuklären, ist die Teilnahme der
Eltern an unseren Elterninformationsveranstaltungen dringend zu
empfehlen.
Unsere Schulungen sollen helfen, eigene Ressourcen zu entdecken,
eventuell stark ausgeprägte Opfersignale und Hemmungen abzulegen.
Straftaten öffentlich zu machen, Täter aus ihrer Anonymität zu holen und
das Vertrauen in die Institution Polizei herzustellen sind ebenso unsere
Ziele.
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